Vortrag: Die FAUD im Untergrund: Illegale Arbeit und die Opfer der NS-Zeit (Berlin)

Freitag, 23. Oktober 2026, 19:30 Uhr

Ein Vortrag von Hartmut Rübner

Schon vor dem Verbot durch den NS-Staat bereitete sich die FAUD auf die illegale Arbeit vor, löste die offiziellen Strukturen auf und überführte sie in eine Untergrundstruktur, die bis 1935/37 weitgehend intakt blieb. Die Aktiven übten Solidarität mit den Inhaftierten, verteilten eingeschmuggelte Literatur und verbreiteten selbst hergestellte Flugblätter und Zeitschriften. Es wurde ein konspiratives, grenzüberschreitendes Verbindungsnetz aufgebaut, Fluchtwege organisiert und versucht, den Nachrichtenaustausch mit dem Ausland aufrechtzuerhalten. Angehörige der Gruppe Deutsche Anarchosyndikalisten im Ausland (DAS) richteten Stützpunkte in Amsterdam, Paris, Stockholm und Barcelona ein.

Zwischen 1934 und 1938 gelang es der Gestapo, die illegalen Strukturen zu zerschlagen. Über 50 Beteiligte überlebten den Terror nicht, viele starben nach dem Krieg an den Spätfolgen. Wir gedenken den Opfern und gehen der Frage nach, wie sich die Verfolgung auf die klandestinen Strukturen des anarcho-syndikalistischen Widerstands auswirkte und wie diese Beteiligten darauf reagierten. Der erstarkende Rechtsradikalismus und die zunehmende  Repression gegen antifaschistische Organisationen verleihen dem Rückblick auf die Geschichte eine neue Aktualität.

Eine Veranstaltung der AG Geschichte und Zukunft der FAU mit Beteiligung von Mitgliedern der GLI..

Ort: FAU-Lokal ● Grüntaler Straße 24 ● 13357 Berlin