Veranstaltungen

Vortrag und Diskussion: Der Schnee von gestern ist die Lawine von morgen. Michael Bakunin zum 150. Todestag (Berlin)

FAU-Lokal ● Grüntaler Straße 24 ● 13357 Berlin ● 19:30 Uhr

Bakunins Beiträge zur europäischen Ideengeschichte sind lange Zeit unterschätzt worden, sie stellen zum Teil noch heute einen faszinierenden Geheimtipp dar. Solange das soziale Leben von manipulativen Konsum- und Politikangeboten geprägt ist, /und nicht von der Revolte dagegen/, wird Bakunin aktuell bleiben. 

Vortrag und Diskussion mit Wolfgang Eckhardt, Herausgeber der Schriften Bakunin

Vortrag: Geschichte der FAUD Berlin, Teil 3: Der Abwehrkampf gegen den Faschismus 1929 bis 1933 und der Widerstand gegen die NS-Diktatur (Berlin)

FAU-Lokal ● Grüntaler Straße 24 ● 13357 Berlin ● 19:30 Uhr

Im Gefolge der Weltwirtschaftskrise verschärfte der forcierte Sozialabbau die Massenarbeitslosigkeit und die Verschlechterung der sozialen Verhältnisse. Mit enormen Kraftanstrengungen versuchte die FAUD sich der drohenden Barbarei entgegenzustellen. Wir berichten u. a. von den Protesten gegen den „Blutmai 1929“, dem 18. Kongress in Berlin 1930, der Kampfgemeinschaft gegen „Reaktion und Faschismus“, der FAUD-Agitprop-Gruppe „Es blitzt“ und den illegalen Aktivitäten des eigenen Widerstandsnetzes, das bis 1937 handlungsfähig blieb. Wir wollen auch an die Opfer des Faschismus erinnern, die ihren Einsatz mit ihrem Leben bezahlten.

Rundgang: War einmal ein Revoluzzer ... Die Revolution von 1918/19 und ihre Schriftsteller (München)

Eingang zum Mathäser Filmpalast ● Bayerstr. 3-5 ● 80335 München ● 16:30 Uhr

Als sich im November 1918 in München der Umsturz ereignete, der die Herrschaft der Wittelsbacher in Bayern beendete, und im April 1919 die erste Räterepublik ausgerufen wurde, waren an diesen Vorgängen etliche bedeutende Schriftsteller beteiligt. Erich Mühsam, Ernst Toller und Oskar Maria Graf haben ihre aktive Rolle später in einigen ihrer Werke beschrieben. Andere Autoren schilderten die Ereignisse aus der Beobachterperspektive; auch sie werden bei diesem Rundgang zu Wort kommen.

Teilnahmegebühr: 9,00 €

Anmeldung: https://www.bildungswerk-bayern.de/muenchenprogramm/seminare/a031-26-1

Vortrag: Geschichte der FAUD Berlin, Teil 2: Die Konsolidierung der FAUD zwischen 1924 und 1928: erfolgreiche Arbeitskämpfe und die politisch-kulturelle Vernetzung (Berlin)

FAU-Lokal ● Grüntaler Straße 24 ● 13357 Berlin ● 19:30 Uhr

Nach dem Ende der Bürgerkriegszeit in Deutschland konnte sich die FAUD ab 1924 konsolidieren. Sie profilierte sich als kämpferische Gewerkschaft, konnte sich im Brandenburger Raum in vielen Orten mit Gruppen etablieren und betrieb erfolgreich die Vernetzung in vielen politisch-kulturellen Bereichen, die wir hier vorstellen wollen, darunter u. a. dem syndikalistischen Frauenbund, der syndikalistisch-anarchistischen Jugend Deutschlands, der Gesellschaft für Sexualreform. 1927 wurde auch in Berlin politischer Druck aufgebaut, um die drohende Hinrichtung von Sacco und Vanzetti in den USA zu verhindern. Wir werfen zudem einen Blick auf die schwierige Zusammenarbeit mit der KPD.

Ausstellungseröffnung: „Die Anarchie ist das Leben der Menschen, die dem Joche entronnen sind.“ Gustav Landauer in Berlin 1889-1917 (Berlin)

Anti-Kriegs-Museum ● Brüsseler Straße 21 ● 13353 Berlin ● 17:00 Uhr

Vor etwa 100 Jahren wurde das Anti-Kriegs-Museum von Ernst Friedrich gegründet, der Landauer sehr schätzte und mit Erich Mühsam befreundet war. Tommy Spree, der Enkel von Ernst Friedrich und Neugründer des Museums, wird die Ausstellung eröffnen. Impulsreferate werden von Wolfram Beyer, IdK (Internationale der Kriegsdienstgegner*innen), und der Gustav Landauer Initiative zu den Friedensaktivitäten Landauers gehalten, anschließend erfolgt ein kurzer Rundgang durch die Ausstellung und das Museum.

Carnets Noircis – Lesung & Vortrag mit Tilo Steireif (Berlin)

Museum des Kapitalismus ● Köpenicker Str. 172 ●  10997 Berlin ● 19:00 Uhr

Tilo Steireif stellt seine zweibändige Graphic Novel „Carnets Noircis“ nach den Memoiren von Rudolf Rocker (1873–1958) vor, die bei Edition Haus am Gern erschienen ist. Sie erzählt vom Widerstand gegen staatliche Gewalt, der anarchistischen Kultur von Zeitungen und Flugschriften und von Rockers persönlicher Wahrnehmung der Ereignisse. Ein Text des Historikers und Anarchismusforschers Florian Eitel liefert dazu den historischen Kontext.

Eine Veranstaltung der Bibliothek der Freien

Vortrag: Eine verpasste Begegnung? Zur Spinoza-Rezeption im Anarchismus  (Leipzig)

Bildungswissenschaftlichen Zentrum ● "Campus Jahnallee" Haus 5 ● Leipzig ● 12:00 Uhr

Es gibt viele Gründe, weshalb Spinoza für Anarchist*innen interessant war und weiterhin sein kann: sein kräftepluralistisches Denken immanenter Kausalität, der Selbstwirksamkeit und der Konstitution der sozialen Macht, seine Kritik der Allgemeinbegriffe und sein Denken radikaler Individualität, die Perspektive auf Befreiung und die positive Integration von Handlungsvermögen, die Verankerung der gegenseitigen Hilfe unmittelbar in der Ontologie, die Autoritätskritik und die Betonung der freien Diskussion in den Versammlungen. Doch war die anarchistische Spinoza-Rezeption durch etliche Missverständnisse geprägt und von geschichtsphilosophischen Prämissen verstellt.

Vortrag: Geschichte der FAUD Berlin, Teil 1: Die Ursprünge der FAUD in der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften bis zur Hyperinflation 1923 (Berlin)

FAU-Lokal ● Grüntaler Straße 24 ● 13357 Berlin ● 19:30 Uhr

In den zwanziger Jahren hatte die Freie Arbeiter-Union Deutschlands zeitweise 150.000 Mitglieder und spielte im Berliner Raum eine wichtige Rolle bei Arbeitskämpfen und im politisch-kulturellen Leben. Wir verfolgen ihre Ursprünge in der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften und zeichnen die Jahre bis 1923 nach, die von Bürgerkrieg, rechtem Kapp-Putsch und der Hyperinflation geprägt waren. In jene Zeit fielen die Verabschiedung der von Rudolf Rocker verfassten Prinzipienerklärung des Syndikalismus als Grundlage für den Aufbau einer freien Gesellschaft, die Gründung der Internationalen Arbeiter-Assoziation 1922 in Berlin und der Versuch, die revolutionäre Bewegung neu anzufachen.

„Ohne Chefs“ Film & Vortrag: Anfänge der Genossenschaftsbewegung (Berlin)

Aquarium Kreuzberg ● Admiralstraße 1-2 ● 10999 Berlin ● 19:30 Uhr

Kaum jemand fragt, ob die Zukunft unserer Arbeit wirklich nachhaltig ist. Oder ob wir mit mehr, härter und länger arbeiten wirklich etwas zum Guten verändern können. Der Dokumentarfilm „Ohne Chefs – Demokratie bei der Arbeit“ zeigt eine Alternative zum „Arbeitswahn“: selbstverwaltete Betriebe, die ihre eigenen Ziele und Arbeitsweisen festlegen – im Einklang mit den eigenen Vorstellungen von guter Arbeit.

Führung: Der Friedhof der Märzgefallenen als Vorschule der Revolution (Berlin)

Treffpunkt: Vor dem Haus der Demokratie und Menschenrechte ● Greifswalder Straße 4 ● 10405 Berlin - Prenzlauer Berg ● Haltestelle: Am Friedrichshain (M4, 200, 142)

In unmittelbarer Nachbarschaft des Treffpunkts befanden sich weitgehend unbekannte Versammlungsorte der Anarchist:innen und der FAUD, an denen u. a. an die unschuldig hingerichteten Anarchisten Sacco und Vanzetti erinnert wurde. Von dort aus spazieren wir zum Friedhof der Märzgefallenen und berichten von den kreativen Protesten gegen die repressiven Verhältnisse in der Kaiserzeit. Abgeschlossen wird der Rundgang durch Rezitationen der revolutionären Schleifensprüche, die oft der polizeilichen Zensur zum Opfer fielen.

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